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Die Auszeichnung des DJV Hessen zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Feder für die Pressefreiheit: Ehre für Mut und Engagement

Die Pressefreiheit ist ein Grundpfeiler der Demokratie und ein zentrales Element für unabhängigen Journalismus. Doch weltweit werden Journalistinnen und Journalisten oft bedroht, verfolgt oder inhaftiert, weil sie ihre Arbeit machen. Um diese mutigen Menschen zu ehren und ihr Engagement für die Pressefreiheit zu würdigen, hat der DJV Hessen die „Feder für die Pressefreiheit“ ins Leben gerufen.

Die Bedeutung des Internationalen Tags der Pressefreiheit

Der 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Ein Datum, das deren Bedeutung weltweit unterstreicht. An diesem Tag wird die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen gelenkt, denen Journalistinnen und Journalisten auf der ganzen Welt bei der Ausübung ihrer Arbeit begegnen. 

Die Entstehung der Feder für die Pressefreiheit

Die Idee für diesen Preis stammt von der österreichischen Journalistin Dr. Gabriela Blumschein-Grossmayer, die Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des DJV Hessen ist. Gemeinsam mit dem ARD-Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, der die Aktion als Schirmherr unterstützt, wurde diese Auszeichnung geschaffen.

Brief an Frenchie Mae Cumpio zur Feder für die Pressefreiheit 2026. Foto: Sascha Kohlhöfer

Die Entstehung der „Feder für die Pressefreiheit”

Die "Feder für die Pressefreiheit" ist eine besondere Auszeichnung, die vom DJV Hessen ins Leben gerufen wurde. Die Idee für diesen Preis stammt von der österreichischen Journalistin Gabriela Blumschein-Grossmayer, die Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des DJV Hessen ist. Gemeinsam mit dem ARD-Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, der die Aktion unterstützt, wurde diese Auszeichnung geschaffen.

Eine symbolische Anerkennung für Mut und Engagement

Die "Feder für die Pressefreiheit" ist mehr als nur ein Preis. Sie ist eine symbolische Anerkennung für den Mut und das Engagement von Journalist:innen, die sich für die Pressefreiheit einsetzen und dafür oft einen hohen Preis zahlen. Die Auszeichnung besteht aus einem exquisiten Mont-Blanc Federhalter, auf dem der Name der zu ehrenden Person eingraviert ist. Diese Feder steht für die Kraft der Worte und die Bedeutung unabhängiger Berichterstattung.

Initiatorin Dr. Gabriela Blumschein-Grossmayer mit Schirmherr Ingo Zamperoni, in seiner Hand hält er die Feder. Foto: Sascha Kohlhöfer

Ehrung für Verfolgte und Geflüchtete

Die "Feder für die Pressefreiheit" wird an Personen verliehen, die sich für die Pressefreiheit eingesetzt haben oder wegen ihrer Meinungen und Artikel verfolgt, inhaftiert oder gefoltert wurden, und oft gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen. Diese Auszeichnung hebt ihre Tapferkeit und ihren Einsatz für die freie Meinungsäußerung hervor.

Ein Zeichen der Solidarität

Die Verleihung der "Feder für die Pressefreiheit" ist nicht nur eine Anerkennung der individuellen Leistung, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität. Sie erinnert daran, wie wichtig es ist, die Pressefreiheit zu schützen und zu verteidigen, und ermutigt Journalist:innen weltweit, ihre Arbeit trotz aller Hindernisse fortzusetzen.

Ein bedeutendes Erbe

Die "Feder für die Pressefreiheit" ist eine wertvolle Tradition des DJV Hessen, die die Bedeutung der Pressefreiheit in der heutigen Zeit unterstreicht. Sie erinnert uns daran, dass die Freiheit der Presse ein Gut ist, das geschützt und gefördert werden muss, und dass mutige Journalist:innen, die sich für diese Freiheit einsetzen, unsere Anerkennung und Unterstützung verdienen.

Gewürdigte Journalisten

  • 2018: Zehra Doğan, in der Türkei inhaftierte kurdische Künstlerin und Journalistin – wurde im Februar 2019 entlassen.
  • 2019: Ismail el-Iskandarani, der freie Journalist verbüßt seit Mai 2018 eine zehnjährige Haftstrafe in Ägypten wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation und Verbreitung falscher Nachrichten, er hat unter anderem für ägyptische Online-Publikationen wie Mada Masr und Assafir Al Arabi berichtet und hatte militärische Operationen im nördlichen Sinai mehrfach kritisch hinterfragt – wurde im Dezember 2022 entlassen.
  • 2020: Raif Badawi, in Saudi-Arabien seit Jahren wegen angeblicher Islamkritik inhaftierter Blogger – wurde im März 2022 freigelassen.
  • 2021: Katsyaryna Andreyeva und Darya Chultsova, wurden Ende 2020 in Weißrussland zu zwei Jahren Straflager verurteilt, nachdem beide von einem Massenprotest im November 2020 live für den polnischen Fernsehsender Belsat TV berichtet hatten. Im Juli 2022 wurde Katsyaryna Andreyeva wegen nicht näher definierten „Verrats“ zu weiteren acht Jahren Haft verurteilt.
  • 2022: Marina Ovsyannikova, protestierte am 14. März 2022 in der Live-Hauptnachrichtensendung Wremja ihres Arbeitgebers, der staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft Russlands Perwy Kanal (Erster Kanal), gegen den Ukrainekrieg. Anschließend wurde sie verhört, inhaftiert und musste eine Geldstrafe zahlen. Seit Oktober 2022 lebt sie in einem EU-Land.
  • 2023: Niloofar Hamedi hatte den Fall von Jina Mahsa Amini in Iran berichtet, der zu Unruhen führte. Die Journalistin wurde wegen angeblicher Spionage für ausländische Geheimdienste inhaftiert, sitzt seit September 2022 im berüchtigten Evin-Gefängnis, ihr droht die Todesstrafe.
  • 2024: Shangguan Yunkai, Investigativjournalist in China, habe nach Mitteilung der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) laut seines chinesischen Urteils "gefälschte Medikamente verkauft", "einen Streit angefangen und Ärger provoziert". Es sei darum gegangen, ihn mundtot zu machen. Shangguans Artikel, Blogeinträge und Posts sollen korrupte Beamte in China wiederholt in Erklärungsnot gebracht oder sogar ihre Jobs gekostet haben.
  • 2025: Rukhshona Khakimova, Journalistin aus Tadschikistan und Mutter von zwei Kleinkindern, wurde nach ihrem Bericht über China zu acht Jahren Haft verurteilt, ihr gesamtes Vermögen wurde beschlagnahmt. 
  • 2026: Frenchie Mae Cumpio, philippinische Journalistin, wurde wegen angeblicher “Terrorfinanzierung” zu bis zu 18 Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Wikipedia

Video: "Feder für die Pressefreiheit 2026" für Frenchie Mae Cumpio

„Feder für die Pressefreiheit“ - DJV Hessen würdigt inhaftierte Journalistin Frenchie Mae Cumpio

Philippinische Journalistin nach kritischer Berichterstattung über Polizei und Militär zu Haftstrafe verurteilt

Wiesbaden, 03.05.2026 - Der Deutsche Journalistenverband Landesverband Hessen e.V. verleiht die diesjährige Auszeichnung „Feder für die Pressefreiheit“ an die philippinische Journalistin Frenchie Mae Cumpio. Am 22. Januar 2026 wurde Cumpio wegen angeblicher „Terrorfinanzierung“ schuldig gesprochen. Ihr droht nun eine Haftstrafe von bis zu 18 Jahren. Seit 2020 befindet sich die 27-Jährige in Haft. Zuvor hatte sie regelmäßig über mutmaßliche Übergriffe und Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und Militär in ihrer Heimatregion berichtet.

„Frenchie Mae Cumpio steht stellvertretend für viele mutige Journalistinnen, die unter enormem Druck arbeiten. Ihre Inhaftierung zeigt, wie fragil Pressefreiheit sein kann, wenn staatliche Macht missbraucht wird. Wir dürfen nicht schweigen, wenn unabhängiger Journalismus kriminalisiert wird. Jetzt ist der Moment, klare Haltung zu zeigen und ihre sofortige Freilassung zu fordern“, betont Fernseh-Moderator und Pate der Aktion, Ingo Zamperoni.

Der DJV Hessen kritisiert das Verfahren gegen Cumpio aufs Schärfste. Knud Zilian, 1. Vorsitzende des DJV Hessen, verdeutlicht: „Dies ist ein klarer Angriff auf die Pressefreiheit. Dieser Schauprozess hat nur eines zum Ziel, nämlich unliebsame Journalistinnen und Journalisten an der objektiven Berichterstattung zu hindern und damit ein Zeichen der Abschreckung gegen die gesamte Presse der Philippinen zu setzen.“

Die „Feder für die Pressefreiheit“ wird jährlich anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai verliehen. Sie widmet sich Journalistinnen und Journalisten, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit verfolgt und inhaftiert wurden. Die Initiative geht auf Vorstandsmitglied Dr. Gabriela Blumschein zurück. Symbolisch überreicht sie jährlich gemeinsam mit Ingo Zamperoni einen gravierten Füllfederhalter der Marke Montblanc als Zeichen der Solidarität mit den verfolgten Journalistinnen und Journalisten.

Der Fall Frenchie Mae Cumpio zeigt aus Sicht von Gabriela Blumschein, wie kritische Stimmen systematisch eingeschüchtert werden. „Wer jedoch unabhängige Berichterstattung als Bedrohung behandelt, greift das Fundament jeder demokratischen Gesellschaft an“, so Blumschein.

DJV Landesverband Hessen e.V.
Knud Zilian 
1. Vorsitzender DJV Hessen e.V. 

Bei Rückfragen: Telefon: 0611 3419124, presse@djv-hessen.de

"Feder für die Pressefreiheit 2026" für Frenchie Mae Cumpio