05.03.2018,

Momentaufnahmen mit Erfahrungswert

Wiesbaden/Frankfurt, 5. März 2018 - Der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Sparkasse, Robert Restani, und der Vorstandsvorsitzende des DJV Hessen, Knud Zilian, eröffneten die Ausstellung PresseFoto Hessen-Thüringen 2017 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse in Frankfurt am Main.

Zwei Preisträger, Wolfgang Minich (r.) und Boris Roessler (2.v.r.) beim Rundgang mit Vorstandsvorsitzendem der Frankfurter Sparkasse Robert Restani (2.v.l.) und Jurymitglied Matthias Haupt (l.).

Boris Roessler, Robert Restani, Matthias Haupt und Wolfgang Minich (v.l.n.r.). Foto: Salome Roessler

Boris Roessler erhielt den Preis für das Foto des Jahres 2018. Foto: Salome Roessler

Die Gäste waren zum kleinen Rundgang eingeladen.

Die Empore der Frankfurter Sparkasse lädt noch bis zum 16. März 2018 ein, die Ausstellung zu besuchen. Fotos: Sonja Lehnert

Fast 650 Einsendungen sind im vergangenen Jahr bis zum Bewerbungsschluss des Wettbewerbs PresseFoto Hessen-Thüringen von 63 Fotografinnen und Fotografen eingeschickt worden. Mehrere Stunden dauerte die Jurysitzung, bei der die Siegerfotos aus sieben Kategorien und das Foto des Jahres ausgewählt wurden. „Wenn ich in der Jury gewesen wäre, hätte ich nicht gewusst, für welche Fotos ich mich entscheiden sollte. Es hätte viele Möglichkeiten dafür gegeben", sagte der Vorsitzende des DJV Hessen, Knud Zilian. Jurymitglied Matthias Haupt bestätigte, dass manchmal lange diskutiert werde, bis eine einstimmige Meinung zustande komme. Es gebe aber auch Glücksfälle, bei denen sich die Jurymitglieder sofort auf ein Foto einigen könnten.

Robert Restani unterstrich sein Interesse an den Pressefotos, „das wäre im Sinne des zeitkritischen Friedrich Stoltze (1816-1891)gewesen, die  Stiftung der Frankfurter Sparkasse trägt nämlich das 1978 eingerichtete Stoltze-Museum." Die nächste Stoltze-Ausstellung werde ab 24. April auf der Galerie im Kundenzentrum gezeigt.

Boris Roessler, (dpa-)Fotograf des Fotos des Jahres, erzählte, dass sein Foto beim Abschlussapell eines Antiterroreinsatzes des SEK in Frankfurt entstanden sei. Der zweijährige Diensthund Whisky, ein belgischer Schäferhund, habe als Teil des Einsatzes hart gearbeitet und warte in diesem Moment nur noch auf den Befehl, sich endlich ablegen zu dürfen. „Ich mache meistens Terminjournalismus und muss dann den Moment erwischen, der eine journalistische Aussage trifft. Dazu gehören Technik, Erfahrung und der ganz bestimmte Moment", sagte er.

Wolfgang Minich, Preisträger des Siegerfotos des Sonderthemas „Aufbruch" wählte für sein Foto eine ganz andere Herangehensweise. Für sein Foto brauchte er vier Tage. Immer wieder sei er in den Frankfurter Zoo gefahren, um diesen einen Moment des „Aufbruchs", das Schlüpfen eines Kükens aus der Eierschale, zu erwischen. „Das kann bis zu 24 Stunden dauern, aber so lange konnte ich nicht im Zoo bleiben", sagte er. Er kam dann jeden Tag, bis tatsächlich der eine Moment gekomen war. Mitten in einer Schulklasse, die den Zoo gerade besuchte, konnte er in den Brutkasten hinein fotografieren, ohne zu wissen, ob nicht Lichtspiegelungen die Sicht und damit das Foto beeinträchtigten. Ebenso spannend sei die Preisverleihung gewesen. Er habe bis zum letzten Moment nicht gewusst, dass er diesen Preis erhalten würde.

Die Ausstellung ist bis zum 16. März 2018 von Montag bis Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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