11.10.2018,

DJV-Hessen Mitglied für Dokumentarfilm nominiert

Zum 29. Mal findet die Verleihung der „hessischen Oscars“ beim „Hessischen Film- und Kinopreis“ in Frankfurt statt. „In der Alten Oper werden auch dieses Mal wieder viele Filmgrößen zu begrüßen sein“, kündigt Kunst- und Kulturminister Boris Rhein an. Unter den Auserwählten ist auch Dr. Ina Knobloch. Die Frankfurter Filmemacherin ist in der Kategorie „Dokumentarfilm“ mit „Die Akte Oppenheimer“ nominiert. Darin wird das Schicksal des jüdischen Kaufmanns Joseph Süßkind Oppenheimer erzählt.

Regisseurin Dr. Ina Knobloch mit einem Bild von Joseph Süßkind Oppenheimer / Foto: phoenix

Regisseurin Dr. Ina Knobloch mit einem Bild von Joseph Süßkind Oppenheimer / Foto: phoenix

Inzwischen hat sich die Veranstaltung zu einem festen Bestandteil in der Filmbranche entwickelt“, so  Boris Rhein und freut sich über das gestiegene Preisgeld, welches in diesem Jahr mit insgesamt 247.500 Euro so hoch wie nie zuvor sei: „ Die Erhöhung um rund 50.000 Euro kommt ausschließlich den Kinopreisgeldern zugute. Sie sind immer auch eine strukturelle Unterstützung von Programmkinos mit einem außergewöhn-lichen Kinokulturangebot, die wir besonders würdigen wollen. Die Preisträger werden am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben.“

In diesem Jahr erhält Matthias Brandt den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten. Volker Bouffier begründet: „Matthias Brandt gehört zu den herausragenden deutschen Schauspielern unserer Zeit.“ Und weiter: „Dass der gebürtige Berliner Brandt im Laufe seiner Karriere auch Stationen in Hessen hatte, namentlich am Staatstheater in Wiesbaden und am Schauspiel in Frankfurt, erfüllt uns mit Stolz und macht Matthias Brandt auch ein wenig zum Hessen.“

Newcomerpreis für Hanauer Produzentin


Der mit 7.500 Euro dotierte Newcomerpreis geht an eine junge Produzentin und Filmemacherin aus Hanau. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Isabel Gathof ist ein Regietalent. Sie befördert mit ihren Filmen den interkulturellen sowie den interreligiösen Austausch, der vor dem Hintergrund der heute herrschenden Konflikte besonders wichtig ist. Ihr Kinodebüt ,Moritz Daniel Oppenheim‘ ist ein ausgezeichneter und außergewöhnlicher Film. Vier Jahre dauerte die Produktion, die Isabel Gathof überwiegend mit eigenen Mitteln finanzierte und mit viel Herzblut realisierte.“

Die Serie „Bad Banks“ von Produzentin Lisa Blumenberg bekommt den undotierten Sonderpreis. Die Nominierungen und Auszeichnungen auf nationalen und internationalen Festivals sprächen für ihren Erfolg. Mit der Serie trage sie Frankfurt in die weite Welt hinaus.

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm sind nominiert:
Die Akte Oppenheimer (Regie: Ina Knobloch)
Eingeimpft (Regie: David Sieveking)
Unzertrennlich (Regie: Frauke Lodders)

In dem Dokumentarfilm "Die Akte Oppenheimer" erzählt Filmemacherin Ina Knobloch das Schicksal des jüdischen Kaufmanns Joseph Süßkind Oppenheimer (ca.1698-1738). Der wirtschaftspolitische Berater des Herzogs Karl Alexander von Württemberg wurde nach dessen Tod als Sündenbock einer politisch motivierten, judenfeindlichen Hetzkampagne hingerichtet. Die Regisseurin zeigt dabei auch das lange Nachwirken dieser fast 280 Jahre alten antisemitischen Kampagne über die "goldenen 1920iger" der Jahre Weimarer Republik, in den Nationalsozialismus - der Oppenheimer mit dem NS-Film "Jud Süß" diffamierte - bis weit in unsere Zeit. HP

Unter dem Titel "Die hessischen Oscars - der Hessische Film- und Kinopreis 2018" ist die Veranstaltung am 14. Oktober 2018 um 18.30 Uhr im hr zu sehen.


Am 6. November wird der Dokumentarfilm "Die Akte Oppenheimer" im Frankfurter Programmkino „Naxos“ um 19.30 Uhr gezeigt.

Wir drücken unserem DJV-Hessen Mitglied Ina Knobloch ganz fest die Daumen!



 

 

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