12.03.2018,

Beschäftigte diskutieren Folgen des Verkaufs der Societäts-Betriebe 
an die Ippen-Gruppe

Frankfurt am Main, 10. März 2018 - Der Verkauf der Frankfurter Societäts-Druckerei, der Frankfurter Neuen Presse, der Frankfurter Rundschau und weiterer Betriebe durch die FAZ bzw. die FAZIT-Stiftung an die Firma ZHH aus der Ippen-Gruppe hat für erhebliche Unruhe in den betroffenen Belegschaften geführt.

Beschäftigte der betroffenen Betriebe diskutieren Folgen des Verkaufs der Societäts-Betriebe.

Friederike Tinnappel (Betriebsrat FR), Achim Wolff und Knud Zilian sprechen über die Stimmung bei der Frankfurter Rundschau.

Gechäftsführer Achim Wolff (l.) und Vorstandsvorsitzender des DJV Hessen, Knud Zilian.

Emmanuel Korakis (r.) hat mit den Druckern in Mörfelden-Walldorf schon viele Streiks durchfochten. Hinter ihm Bruno Koppenhöfer und Nektarios Androulidakis (Betriebsrat der Societäts-Druckerei), Rechtsanwalt Otto Jäckel, Manfred Moos (ver:di), Thomas Remlein (Betriebsrat Frankfurter Neue Presse) und Friederike Tinnappel (Betriebsrat Frankfurter Rundschau), v.l.n.r. Fotos: Sonja Lehnert

Auf einer von ver.di organsierten Versammlung (Geschäftsführer des DJV Hessen, Achim Wolff, und Vorstandsvorsitzender Knud Zilian nahmen ebenfalls teil) haben sich am 10. März die Beschäftigten aus den betroffenen Betrieben über die möglichen Folgen für Arbeitsplätze und tarifliche Regelungen informiert. In einer zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedeten Erklärung legen sie ihre Forderungen und Erwartungen an die neuen Eigentümer dar:

Erklärung der Beschäftigtenversammlung vom 10. März 2018 zum Verkauf der Mediengruppe Frankfurt an die Zeitungsholding Hessen (ZHH)

Die heute in Frankfurt versammelten Beschäftigten aus verschiedenen Betrieben der Mediengruppe Frankfurt und des Societäts-Konzerns fordern die neuen Eigentümer auf, die Konditionen zum Kauf der Unternehmen transparent darzustellen und uns ihre Pläne für die erworbenen Firmen darzulegen.

Insbesondere benötigen wir und die von uns gewählten Betriebsräte Informationen über die Laufzeit der Druck-Verträge mit der FAZ und anderen Verlagen.

Die Belegschaft setzt sich für die Sicherung aller Arbeitsplätze im Unternehmen ein. Kündigungen müssen ausgeschlossen sein. Für die älteren Kolleginnen und Kollegen fordern wir eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit.

Bestehende Tarifbindungen und Betriebsvereinbarungen sind einzuhalten, tariflose Gesellschaften sollen so bald wie möglich in eine Tarifbindung überführt werden.

Wir weisen alle Kolleginnen und Kollegen darauf hin, dass bestehende Verträge ihre Gültigkeit behalten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten also auf keinen Fall neue Arbeitsverträge unterschreiben.

An der Versammlung nahmen unter anderem Beschäftigte der Frankfurter Societäts-Druckerei, der Frankfurter Neuen Presse, der Frankfurter Rundschau und der RheinMainMedia GmbH teil.

Verantwortlich: Manfred Moos, Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie im ver.di-Landesbezirk Hessen, Telefon 069/2569-1525


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