Rolf Skrypzak zum Vorsitzenden des Bundesfachausschusses Zeitschriften gewählt

Unser Mitglied Rolf Skrypzak ist am 15.07.2020 in der virtuellen Tagung des DJV-Bundesfachausschusses Zeitschriften zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Judith Stephan vom DJV Bayern wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden in den Bundesfachausschuss gewählt.
Foto: privates Bild

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Rolf Skrypzak, der auch der Vorsitzende des hessischen Fachausschusses für Zeitungen, Agenturen und Zeitschriften ist, sagt: „Es ist keine einfache Zeit für den Zeitschriften-Journalismus. Bereits in den vor-Corona-Zeiten gab es viele Verwerfungen und Umbrüche. Die besondere Pandemie-Situation hat das verschärft.  Der Zeitschriftenmarkt ist inhomogen. Während Special-Interest-Zeitschriften teilweise Marktanteile gewinnen, betrifft die derzeitige Krise vor allem die Publikumszeitschriften.  Aber auch der bisher blühende Zweig des Content Marketing kann verdorren, wenn man z.B. für Lufthansa-Magazine arbeitet. Wir sehen das es schwierig bleibt – und spannend.

 

 

 

 

Skrypzak sieht zwei Problemfelder, welche sich teilweise überschneiden: Dies sind die Aufträge für freiberufliche Journalistinnen/Journalisten und das Online-Geschäft. Er fasst zusammen: „Die Freien tragen während der Pandemie eine sehr große Last. Einige Kolleginnen und Kollegen sind drei Monate fast ohne Einkommen, weil ihr Schwerpunkt z.B. bisher auf Messeberichten, Sportereignissen oder sonstigen Großveranstaltungen lag.

Das Online-Geschäft ist – besonders in Corona Zeiten - sehr gewachsen. Die finanzielle Entlohnung allerdings nicht. Da müssen wir ansetzen. Auch im traditionellen journalistischen Bereich gibt es viele Probleme. Wir mussten z.B. feststellen, dass in der Ausbildung derzeit vor allem journalistisches Handwerk im Vordergrund steht. Die Ethik kommt zu kurz.“

Skrypzak sieht viele Aufgaben für den DJV. Diese reichen von den Verhandlungen zum Gesamttarif Zeitschriften bis zu Weiterbildungsangeboten für freiberufliche Journalistinnen/Journalisten, welche neue Chancen nutzen müssen. „Diese und andere Baustellen müssen wir in tragfähige Bausteine umwandeln. Das braucht Zeit und wird nur Schritt für Schritt gelingen.“

Er und Judith Stephan sind als Doppelspitze angetreten. „Es liegen große Aufgaben vor uns, welche wir nur gemeinsam bewältigen können. Diese Zusammenarbeit gilt natürlich nicht nur für die gewählten „Aushängeschilder“. Sie gilt für den gesamten Fachausschuss und für alle Journalistinnen/Journalisten, welche wir vertreten.“


Der neue „Blickpunkt“ (Ausgabe 2/2020) des DJV Hessen:

Der neue „Blickpunkt“ widmet sich ausführlich, aber nicht ausschließlich den Auswirkungen der Pandemie auf die journalistische Branche. Jenseits von Corona rufen wir den in Saudi-Arabien inhaftierten Online-Journalisten Raif Badawi in Erinnerung, dem in diesem Jahr vom DJV Hessen und dem Paten Ingo Zamperoni die „Feder für die Pressefreiheit“ zuerkannt worden ist. Wir verabschieden den langjährigen hr-Hörfunkdirektor Heinz-Dieter Sommer mit einem Interview in den Ruhestand. Anlässlich des 75. Jahrestags des Kriegsendes blicken wir zurück auf die publizistischen Neuanfänge in Frankfurt. Und wir würdigen das DJV-Mitglied Ute Fischer, das für seinen unerschrockenen Kampf gegen die Borreliose und eine übermächtige Pharma-Lobby vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden ist.

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Corona-Krise: Seminare beim DJV Hessen abgesagt

Auf Grund der aktuellen Lage und der behördlichen Empfehlungen haben wir uns entschieden, alle Seminare des DJV Hessen bis auf weiteres zu verschieben. Wir werden Sie über die neuen Termine rechtzeitig informieren.

 

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