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Angriffe auf die Pressefreiheit

Politisch motivierte Angriffe auf die Presse steigen - DJV Hessen sieht Handlungsbedarf

20.02.2026
Ansprechpartner*in
Sascha Kohlhöfer

Auch in Hessen steigen Straf- und Gewalttaten gegen Journalistinnen und Journalisten

Wiesbaden, 20.02.2026 - Der Deutsche Journalistenverband Landesverband Hessen e.V. verfolgt die aktuellen Zahlen und Angriffe auf Pressevertreterinnen und -vertreter mit großer Aufmerksamkeit und wachsender Sorge.

Hintergrund ist eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten David Schliesing (Partei Die Linke) an die Deutsche Bundesregierung zu Angriffen auf die Pressefreiheit. Die Bundesregierung veröffentlichte daraufhin aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes zu den steigenden Angriffen auf Pressevertreter. 

Aus den Zahlen des Bundeskriminalamtes geht hervor, dass im Zeitraum April 2024 bis Ende November 2025 insgesamt 28 politisch motivierte Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten in Hessen registriert wurden. Deutschlandweit wird rund ein Drittel der Fälle dem rechten Spektrum zugeordnet. Viele der dokumentierten Angriffe ereigneten sich dabei im Umfeld von Demonstrationen.


Der DJV Hessen bewertet diese Entwicklung als äußerst besorgniserregend und mit klarer Haltung. Der 1. Vorsitzende des DJV Hessen, Knud Zilian, unterstreicht: „Übergriffe auf Medienschaffende sind Angriffe auf die Pressefreiheit und damit auf die Demokratie. Egal aus welcher Richtung die Aggressionen kommen - Wir dulden keine Angriffe auf die Pressefreiheit.“

Die vorliegenden Zahlen bestätigen, dass insbesondere rechtsextreme Tendenzen weiterhin eine erhebliche Bedrohung für die freie und unabhängige Berichterstattung darstellen. Diese bundesweite Entwicklung spiegelt sich auch in Hessen wider. Die Rückmeldungen betroffener Mitglieder des DJV Hessen zeigen, dass auch hierzulande Journalistinnen und Journalisten in ihrer beruflichen Tätigkeit von Gewalt oder Einschränkungen der Berichterstattung betroffen sind. Aus einer Umfrage unter unseren Mitgliedern im Januar 2026 geht demnach auch hervor, dass Gewalt gegen die Presse vor allem aus dem rechten Spektrum sowie von einzelnen radikalisierten Gruppen von Demonstrierenden ausgeht.

Der Deutsche Journalistenverband auf Bundesebene hat hierzu zwei zentrale Forderungen an Polizei und Medienhäuser formuliert, die wir als Landesverband Hessen ausdrücklich unterstützen:

An die Polizei: Journalistinnen und Journalisten müssen in ihrer Tätigkeit – insbesondere im Kontext von Demonstrationen – besser geschützt werden. Notwendig sind klare Ansprechpartner vor Ort, ein konsequentes Einschreiten bei Übergriffen sowie deren konsequente strafrechtliche Verfolgung.
 

An die Medienhäuser: Redaktionen und Verlage tragen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Beschäftigten und freien Mitarbeitenden. Der DJV fordert die Medienhäuser auf, sich dem Schutzkodex für Journalistinnen und Journalisten anzuschließen und für sichere Einsatzbedingungen zu sorgen – ausdrücklich auch für freie Journalistinnen und Journalisten.

DJV Landesverband Hessen e.V.
Knud Zilian
1. Vorsitzender DJV Hessen e.V.

Bei Rückfragen: Telefon: 0611 3419124, presse@djv-hessen.de  
 

Demokratie Landesverband Hessen Pressefreiheit

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