20.12.2018,

Schock über Fälschungen im Spiegel

Der Deutsche Journalisten-Verband reagiert mit Betroffenheit auf die Informationen am gestrigen Mittwoch, nach denen ein Journalist des „Spiegel“ über Jahre hinweg Reportagen gefälscht und zum Teil frei erfunden hat.

Skandal beim "Spiegel"/Foto: Anna-Maria Wagner

Davon berichtet „Spiegel“-Chefredakteur Ullrich Fichtner ausführlich „in eigener Sache“. Der Journalist war seit sieben Jahren für das Magazin tätig und hat für seine Reportagen mehrere Preise gewonnen. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall kommentiert: „Der vermeintliche Reporter hat nicht nur dem ,Spiegel‘ großen Schaden zugefügt, sondern die Glaubwürdigkeit des Journalismus in den Dreck gezogen.“ Ihm habe offenbar jegliches Verantwortungsgefühl für sein Blatt und die Leserinnen und Leser gefehlt.

 Als positiv hebt der DJV-Vorsitzende die Informationsoffensive des „Spiegel“-Chefredakteurs hervor: „Ullrich Fichtner macht die unglaublichen Vorgänge öffentlich. Das ist ein wichtiger erster Schritt.“ In der Folge komme es darauf an, die interne Qualitätssicherung journalistischer Arbeit auf den Prüfstand zu stellen. Das gelte auch für die anderen Medien, für die der ehemalige „Spiegel“-Journalist außerdem gearbeitet haben soll. Überall: „Ich appelliere an die betroffenen Medien, bei der Aufarbeitung der Fälschungen unbedingt zu kooperieren. Nur so lässt sich verloren gegangenes Vertrauen der Leser zurückgewinnen.“

Termine

26.06.2019,

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