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Interview

Perspektiven aus dem Journalismus - Drei Stimmen aus der Medienwelt

13.03.2026

Martin Jarczok absolvierte sein vierwöchiges Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DJV Hessen

(v.l.n.r.) Knud Zilian, Martin Jarczok, Sascha Kohlhöfer

Martin Jarczok im Interview mit Knud Zilian, dem 1. Vorsitzenden des DJV Hessen, sowie Sascha Kohlhöfer aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DJV Hessen.

Journalismus ist einer der wichtigsten und vielfältigsten Berufe, die es gibt. Doch wie stehen Medienschaffende unterschiedlicher Altersgruppen selbst zu dieser Tätigkeit? Im Interview berichten Knud Zilian, 1. Vorsitzender des DJV Hessen, und Sascha Kohlhöfer, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DJV Hessen tätig, von ihren Erfahrungen und ihrer Einstellung zum Journalismus.


Knud Zilian, ein erfahrener ehemaliger Reporter und 1. Vorsitzender des DJV Hessen, gibt Einblicke in seine journalistische Laufbahn:
 

Was hat dich bewegt, Journalist zu werden?
Das hat sich für mich eher zufällig ergeben. Eigentlich wollte ich etwas „Ordentliches“ machen, ich habe nämlich Jura studiert und wollte ursprünglich Anwalt werden. Aber dann kam mir durch Zufall der Journalismus dazwischen und das hat mich so begeistert, dass ich mir gedacht habe: „Mach noch dein Staatsexamen in Jura, aber dann wirst du Journalist“ und genauso habe ich es gemacht.


Welche Erfahrung in deiner Zeit als Journalist ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?
Das ist eine gute Frage. Am Anfang macht man als Journalist so viele Erfahrungen, dass man manchmal abends gar nicht mehr weiß, was man morgens erlebt hat. Was mich am Anfang besonders beeindruckt hat, waren viele Kollegen, die schon sehr viel Erfahrung hatten, die einen auch unterstützen konnten und das auch getan haben. Das hat mich zu Beginn meiner journalistischen Karriere sehr begeistert, dass es sehr viel Hilfe von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen gab.


Welchen Rat würdest du jungen Menschen geben, die Journalist werden wollen?
Dranbleiben. Nicht aufgeben. Das ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach, zu meinen Zeiten war das noch ein bisschen einfacher. Aber wenn man sich das einmal in den Kopf gesetzt hat, dann soll man dabeibleiben und nicht lockerlassen. Journalisten dürfen auch „keine einfachen Menschen sein“, denn man muss auch sehr hartnäckig sein, auch wenn man mit Politikern oder Wirtschaftsleuten umgeht. Deswegen von Anfang an, wenn man es sich vorgenommen hat: Dranbleiben und schauen, dass man den eigenen journalistischen Weg findet.


Aber auch viele junge Menschen begeistern sich für den Journalismus. Sascha Kohlhöfer ist Dualstudent an der Media University in Frankfurt am Main und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DJV Hessen tätig. Er erzählt, was ihn am journalistischen Arbeitsfeld begeistert:

Warum willst du im journalistischen Bereich tätig sein?
Ich wollte schon immer einen Beruf ausüben, in dem es viel Abwechslung gibt und mit der Arbeit im journalistischen Bereich ist jeder Tag anders. Man hat viele Termine und auch gewisse Freiheiten in der Themenwahl, kann seine Schwerpunkte setzen und tut etwas für die Menschen und die Gesellschaft und vielleicht auch für die Demokratie. Das finde ich am spannendsten.


Welcher Bereich interessiert dich besonders?
Eigentlich habe ich mich als erstes für TV und die redaktionelle Arbeit im Fernsehen interessiert, jetzt mittlerweile habe ich hier beim DJV Hessen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit meinen Platz gefunden und fühle mich durch diese Tätigkeit sehr erfüllt. An Themenbereichen interessieren mich vor allem Politik, sowohl Bundes- als auch Landespolitik, aber auch Kultur, vor allem Theater, aber auch Kunst und Museen.


Was ist dir im Journalismus besonders wichtig?
Im Journalismus ist mir besonders wichtig, dass es eine Instanz gibt, die die Öffentlichkeit über alles informiert, die einordnet, die auch gegen Desinformationen vorgeht und die vor allem auch Themen kritisch beleuchtet.

Interview von Martin Jarczok

Martin studiert Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Trier. Beim DJV Hessen absolvierte er ein vierwöchiges Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Hier ist seine Perspektive

Für mich als angehender Journalist ist es interessant, verschiedene Einblicke in den Journalismus zu bekommen. Daher war ein Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim DJV Hessen sehr gewinnbringend. 

Ich finde Journalismus ideal, um sich verschiedenen Themen mit einem gewissen Abstand zu widmen. Die Arbeit eines Journalisten ist außerdem sehr vielfältig und abwechslungsreich, was mich besonders an diesem Berufsfeld begeistert. Man sitzt nicht nur hinter dem Schreibtisch, sondern geht raus, führt Interviews, besucht Pressekonferenzen und vieles mehr. Die Einblicke in das journalistische Arbeitsfeld, die ich durch Praktika und weitere Veranstaltungen, wie den Hessischen Jungjournalistentag, erhalten habe, haben mich in meinem Berufswunsch bestätigt. Ich bin besonders interessiert am Sportjournalismus, insbesondere am Fußball. Mein Ziel ist es, eines Tages in einer Fußball-Redaktion zu arbeiten und über aktuelle Spiele zu berichten, Interviews mit Spielern zu führen und über Taktiken und Transfer-News zu informieren. 


Die Pressefreiheit steht für mich an oberster Stelle. Ohne Pressefreiheit kann Journalismus und auch unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Deswegen ist mir wichtig, dass wir alle uns dafür einsetzen, dass die Pressefreiheit erhalten bleibt und vor allem global wieder an Bedeutung gewinnt.
Aber auch das Verantwortungsbewusstsein von Journalistinnen und Journalisten gegenüber den Konsumenten, dass diese gut und vor allem wahrheitsgemäß informiert werden, ist für mich wichtig.

Junge Journalistinnen und Journalisten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Landesverband Hessen Berufsstart / Nachwuchsjournalist:innen